Exkursion Deutschland 2025
Nach einer Woche Ferien machten sich am Ostermontag 8 Studierende auf den Weg nach Deutschland, zu einer Exkursion, bei der ein Superlativ dem anderen folgte.
Auf unserer 10-stündigen Reise von Leoben nach Bochum haben wir im Innviertel gleich den ersten Zwischenstopp eingelegt. Ein Kommilitone hat uns in Ranshofen spannende Einblicke in den Familienbetrieb gegeben: Im Kieswerk Maislinger wird seit 1933 Material abgebaut, welches mittlerweile in Österreich und Deutschland hauptsächlich in Beton- und Asphaltmischwerken zum Einsatz kommt. Die 7 Beschäftigten gewinnen mittels Schubraupe und Hydraulikbagger jährlich etwa 100.000 Tonnen Lockergestein, welches anschließend in einer Wasch- und Siebanlage, sowie einer neuen Splittanlage (neuer SMR Brecher, SBM) aufbereitet wird.
Gestärkt ging es dann weiter nach Bochum, wo wir spätabends dann natürlich den ersten Tag mit einem lokalen Kaltgetränk ausklingen haben lassen.
Am Dienstagvormittag wurden wir an der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA) in Empfang genommen. An der ältesten Hochschule Bochums, die 1816 zur Ausbildung von Steigern gegründet wurde, sind rund 2.300 Personen in neun Bachelor- und sieben Masterstudiengängen, die sich in die drei Bereiche Georessourcen und Verfahrenstechnik, Maschinenbau und Materialwissenschaften, sowie Elektro-/Informationstechnik und Wirtschaftsingenieurwesen gliedern, inskribiert. Anschließend an eine kleine Präsentation über die Hochschule wurden wir durch die Universitätsgebäude und die Labore geführt. Unter anderem wurde uns auch vom „lab in a box“-Konzept erzählt, welches bei uns auf besonderes Interesse gestoßen ist: Weil fast 45% der Studierenden der THGA ihre Ausbildung in Teilzeit absolvieren, wurden Versuche, egal ob aus der Aufbereitungstechnik, der Geotechnik oder dem Vermessungswesen, in handliche Boxen gepackt, die ausgeliehen und orts- und zeitunabhängig ausprobiert werden können. So gibt es beispielsweise Versuche zur Ermittlung von Lagerungsdichten oder auch eine kleine Bewetterungsanlage mit Lüfter und Lutte für daheim.
Am Nachmittag stand dann noch ein Besuch des Deutschen Bergbau-Museums Bochum am Programm. Neben den Ausstellungen zur Geschichte des Bergbaus von der Steinzeit bis in die Gegenwart und darüber hinaus, zur Geschichte des deutschen Steinkohle-Bergbaus als Motor der Industrialisierung, zu Bergbau und Kunst, sowie zu Bodenschätzen, ihrer Entstehung, der Nutzung und Verantwortung, können im in 20m untertage nachgebildeten Anschauungsbergwerk diverse Bergbaumaschinen besichtigt werden. Zwischendurch konnten wir am über 70m hohen Fördergerüst frische Luft schnappen. Dieser 1944 im Westen Dortmunds erbaute Doppelblock wurde in den 70er-Jahren von der Zeche Germania nach Bochum umgesiedelt.
Nach diesem ereignisreichen (und langem) Vormittag musste schnell was zum Essen her. Manche Einheimischen behaupten, dass die Currywurst ursprünglich aus Bochum stamme, darum fühlten wir uns verpflichtet, vor unserer Weiterreise noch eine Spezialität aus der ältesten Imbissbude der Stadt zu probieren. Ob Bochum tatsächlich die Wiege der Currywurst ist, konnten wir bis dato nicht verifizieren, geschmacklich war unsere Kostprobe jedenfalls hervorragend. Gestärkt ging es dann weiter nach Köln, wo wir den Abend gemeinsam in einer Brauerei ausklingen ließen.
Sicherlich eines der Highlights der Woche folgte am Mittwoch, wo eine Besichtigung der RWE Power AG, Tagebau Hambach auf dem Programm stand. Auf einer Fläche von 6 x 8km befindet sich die größte Braunkohletagebau Europas, mit einer Gewinnungskapazität von 42 Mio. Tonnen. In einer Teufe von bis zu 435m wird auf den untersten beiden Sohlen Braunkohle gewonnen. Dort, wie auch auf den darüberliegenden 5 Sohlen, sind insgesamt 7 Schaufelradbagger im Einsatz, jeweils über 90m hoch und etwa 13.000 Tonnen schwer. Die abgebaute Braunkohle wird in 8 Qualitäten unterschieden, eine weitere Aufbereitung ist nicht nötig. Anschließend wird sie über Förderbänder, im Tagebau gibt es rund 135km Bandanlagen, und Züge, davon 20 bis 25 täglich, zu zwei Kraftwerken in der Nähe transportiert. Die RWE Power AG ist ein Energieunternehmen und bezieht die Energie aus Kohle vor allem dann, wenn jene aus erneuerbaren Ressourcen wetter- und tageszeitlichen Schwankungen unterliegen. Aus dem Tagebau Hambach wird noch bis 2029 Kohle gefördert, die Rekultivierungsmaßnahmen umfassen landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Wiedernutzbarmachung, sowie einen 3.550 Hektar großen Restsee.
Am Abend haben wir dann noch Düsseldorf unsicher gemacht. Zwischendurch ist anzumerken, dass das Wetter während unserer Reise leider nicht ganz so mitgespielt hat. Die geplanten abendlichen Stadtbesichtigungen haben wir deshalb auf ein Minimum reduziert, dafür aber genaueres Augenmerk auf die Lokal(en)-Kultureinrichtungen gelegt. Die Düsseldorfer Innenstadt wird wahrlich nicht umsonst auch als „längste Theke der Welt“ bezeichnet.
Lhoist begrüßte uns am Donnerstag in Wülfrath zu einer Besichtigung.
Nach diesem sehr interessanten Tag nahmen wir noch die Fahrt in das 400km entfernte Straßburg auf uns, welches einen kleinen französischen Ausreißer in unserer Deutschland-Exkursion bildet. Bei herzhaften und süßen Flammkuchen wurden die Sprachkenntnisse auf die Probe gestellt, die Getränkebestellungen verliefen glücklicherweise wunschgemäß. Auch den Freitagvormittag haben wir noch im Elsass verbracht, ehe es um die Mittagszeit zum letzten offiziellen Programmpunkt unserer Exkursion ging.
In Schwanau, unweit der deutsch-französischen Grenze liegt das Areal der Firma Herrenknecht, auf dem Vortriebsmaschinen aller Art konstruiert und gefertigt werden. Vor Ort arbeiten rund 2.400 Personen nicht nur an Tunnelbohrmaschinen, sondern in diversen Unternehmensbereichen zum Beispiel auch an Raise-Boring-Bergbaumaschinen oder Tiefbohrgeräten. Herrenknecht sieht sich dabei als Komplettanbieter, der neben dem Kernbereich Maschinenbau auch über Kompetenzen wie Navigation oder Daten-Management verfügt. Nach einer kurzen Unternehmenspräsentation konnten wir uns bei einer Tour über das Werksgelände selbst ein Bild über die Dimensionen machen: Einen ersten Halt haben wir bei einer Schild-Tunnelbohrmaschine mit einem Durchmesser von über 16m gemacht. Es handelt sich um die bis dato größte in Deutschland gebaute Vortriebsmaschine. Sie wird derzeit montiert, um vor der Werksauslieferung die Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Bei weiteren Zwischenstopps konnten wir eine Raise-Boring-Anlage, eine Gripper-Tunnelbohrmaschine, ein Pipe-Jacking-Gerät (1,5m Durchmesser) und viele weitere Maschinen betrachten.
Unsere diesjährige BVÖ-Exkursion ließen wir dann am Freitagabend noch in München ausklingen. Die Woche der Superlative – von der ältesten Universität Bochums über die größten Bergbaumaschinen, sowohl über- als auch untertage, hin zur ältesten Currywurst und der längsten Theke der Welt – gipfelte dann für so manchen Exkursionsteilnehmer noch in der strapaziösesten Heimreise der Welt, ermüdet von den nächtlichen Stadttouren, geprägt von den verkosteten Kaltgetränken aber definitiv fasziniert von den tollen Erlebnissen der BVÖ-Exkursion nach Deutschland.
Abschließend möchten wir uns stellvertretend herzlich bei Herrn Roman Maislinger, Herrn Professor Sebastian Janßen, Herrn DI Arie-Johann Heiertz, Herrn Dr.mont. Tobias Ladinig und Herrn Dr. Raphael Speck für die spannenden Einblicke in die jeweiligen Unternehmen bedanken!
Exkursion nach Polen
Nach den erholsamen Osterferien ging es am 07. April 2024 für 7 Leobener Studierende von der Steiermark aus Richtung Polen, um der jährlichen BVÖ-Exkursion beizuwohnen. Mit einem abwechslungsreichen Programm, gutem Wetter und noch besserer Laune im Gepäck machten wir uns auf den Weg nach Krakau, wo wir gleich am Sonntag noch das Schaubergwerk Wieliczka besichtigten. Aus dem Bergwerk wurde bis 1964 festes Steinsalz gefördert, 1996 wurde die industrielle Salzproduktion nach über 700 Jahren der Gewinnung endgültig gestoppt. Heutzutage ist das Schaubergwerk besonders aufgrund der insgesamt 9 Mio. m3 Hohlräume bekannt, weshalb es auch seit 1978 als UNESCO Kultur- und Naturerbe gelistet ist. Vor allem die Kammer, die die Kapelle der heiligen Kinga in 101m Teufe beherbergt, hat uns mit ihren Dimensionen (54x18m, 12m hoch) und der Ausstattung (dreiteiliger Altar sowie Reliefs im Halit, Kristallleuchter aus Salz,…) beeindruckt. Den ersten Tag ließen wir in Krakau bei einem traditionell polnischen Abendessen ausklingen.
Am Montagvormittag schauten wir uns bei einem Spaziergang Krakau ein bisschen genauer an, ehe wir an der AGH (Akademia Górniczo-Hutnicza = Akademie für Berg- und Hüttenwesen) empfangen wurden. Im Gespräch mit Professor Marek Cała (Dekan, Civil Engineerung and Resource Management), welcher Präsident des Internationalen Komitees des World Mining Congress ist, erfuhren wir einiges über den Bergbau in aller Welt und Polen und durften auch von unseren bisherigen Exkursionen und Erfahrungen berichten. Anschließend erhielten wir eine Führung durch die Universitätsgebäude und Laboratorien. Highlight dabei war der in einem Keller befindliche Test-Bergbau, wo beispielsweise ein Streb oder ein Continuous Miner in Originalgröße ausgestellt sind. Vor dem gemeinsamen Mittagessen stellte uns der Vize-Dekan Marek Borowski noch in einer Präsentation die Universität sowie das Bergbau-Studium an der AGH vor. Nach einem kurzen Verdauungsspaziergang durch Krakau machten wir uns auf den Weg nach Gliwice, wo wir die nächsten beiden Nächte verbrachten.
Dank unserer Kontaktperson in Polen, Greg (Dr. Grzegorz Smolnik), folgte Dienstagfrüh vermutlich der Höhepunkt unserer Exkursion: die Besichtigung eines aktiven Kohlestrebs in über 1.000m Teufe. Im KWK (Kopalnia Węgla Kamiennego = Steinkohlebergwerk) Sośnica, in dem seit 1917 Steinkohle auf mittlerweile 3 Ebenen (550m, 750m und 950m) abgebaut wird, arbeiten ca. 2.000 Personen. Die derzeitige Genehmigung für den Abbau auf einer Fläche von über 30km2 läuft noch bis 2029, es wird etwa 1Mio. Tonnen Steinkohle pro Jahr gefördert. Nach einer circa 1-stündigen Präsentation und Sicherheitsunterweisung wurden wir von einer sehr charmanten Dame neu eingekleidet, auch PSA wie Helm, Maske, Brille und Selbstretter erhielten wir vor Ort. Dann ging es in einem der 8 Schächte auf -750m. Nach einem kleinen Fußweg inklusive Stopp bei der Heiligen Barbara brachte uns ein 2. Förderkorb auf -950m. Von dort aus fuhren wir zuerst ca. 5km mit einer Grubenbahn (insgesamt 47,5km Schienennetz Untertage) und anschließend einige Hundert Meter mit einer Monorail direkt zu einem der 2 aktiven Strebe, der in über 1.000m Teufe liegt. Dieser ist 650m lang, wobei auf einer Breite von 220m zwei Walzenschrämlader 4.500 Tonnen Material pro Tag (4 Schichten) hereingewinnen. Nach 20min an der 28°C warmen Abbaufront wurden wir – bepackt mit einigen Handstücken – wieder über Tage gebracht. Unsere Handys durften wir nicht mitnehmen, die Vorher-Nachher-Fotos sprechen aber für sich! Bei einem gemeinsamen Mittagessen mit dem Sicherheitsbeauftragten und unseren Begleitpersonen ließen wir dieses einmalige Erlebnis Revue passieren.
Am Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg nach Auschwitz, wo wir das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau besichtigten. Dorthin wurden in den Jahren 1940-1945 1,1 Mio. Menschen deportiert, ab 1942 wurde es zum größten Ort der Massenvernichtung europäischer Juden. Während der 4-stündigen Tour durch das Stammlager Auschwitz sowie das Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau wurden uns bewegende Geschichten aus den Lagern nähergebracht.
Wiederum begleitet von Greg erhielten wir am Mittwoch einen kleinen Einblick in das Unternehmen DSI Underground, wo wir die Schaum- und Harz-Produktion in Mikołów besichtigen konnten. Seit den 1990er Jahren werden an diesem Standort flüssige Chemie-Produkte für den Einsatz im vorwiegend polnischen und tschechischen Bergbau produziert, seit 2021 gehört das Unternehmen zu Sandvik. Anschließend an einen kurzen Vortrag über das Unternehmen wurden wir durch die beiden Produktionshallen und hauseigenen Laboratorien, in denen insgesamt über 70 Personen beschäftigt sind, geführt. Nach diesem Exkurs in den chemischen Bereich des Bergbaus wurden wir noch auf ein Mittagessen eingeladen.
Am Rückweg brachte uns Greg an einem ehemaligen Kohleabbau, der KWK Gliwice vorbei, wo ein Denkmal an die letzte abgebaute Tonne Kohle an diesem Standort erinnern soll. Nachdem wir dort einiges über die teils komplizierte Nachnutzung der ehemaligen Abbaue erfuhren, ging es für uns weiter an die Politechnika Śląska (Schlesische Technische Universität), welche sich direkt in Gliwice befindet. Weil sowohl bei der Unternehmensbesichtigung der KWK Sośnica, als auch bei der DSI Underground einige Fragen aufgetaucht sind, zu der uns Greg eine detailliertere Erklärung in Aussicht gestellt hatte, erhielten wir an seiner Lehrstätte (Department of Geoengineering and Resource Exploitation) anschließend noch eine kleine Präsentation. Am späten Nachmittag traten wir dann die Fahrt Richtung Breslau an, wo wir nach einem Stadtspaziergang den Abend in einer Bar ausklingen ließen.
Donnerstag früh machten wir uns mit unserem Bus auf den Weg in das von Breslau etwa 1 Autostunde entfernte Strzelin, wo sich ein Granitsteinbruch der Mineral Polska befindet. Die an eine kurze Firmenpräsentation anschließende Führung durch das 120ha große Betriebsgelände, welches direkt an eine Gefängnisanstalt grenzt, wurde vom polnischen Regionalleiter sehr humorvoll gestaltet. Neben diesem Standort gibt es in Polen 3 weitere Granit- bzw. Gneissteinbrüche, sowie 3 Kiesgruben. Der 2010 von STRABAG übernommene Strzelinabbau versorgt die Region seit dem 14. Jahrhundert mit Material, derzeit werden etwa 4 Mio. Tonnen jährlich abgebaut. Insgesamt sind am Standort 43 Beschäftigte, wobei Granitschotter und -sand direkt von der Firma Mineral produziert wird, für die Block- und Pflastersteinherstellung sind Subunternehmen vor Ort. Zwischen 180m und 100m über dem Meeresspiegel werden in maximal 10m hohen Etagen Bereiche durch Emulsionssprengen gelöst und anschließend in einer stationären Aufbereitungsanlage gebrochen und gesiebt. Bei unserem Rundgang hatten wir die Möglichkeit, die Bohr- und Ladetätigkeit zu besichtigen, einer Sprengung beizuwohnen, die händische Pflastersteinherstellung (Keil und Hammer, anschließende Formgebung mit speziellem Spaltwerkzeug) und die Naturwerksteinverarbeitung (Schneiden mittels diverser Sägen, Flämmen, um Rauigkeit zu erhöhen) zu besichtigen. Auch hier wurden wir zum Abschluss des Rundgangs auf ein Mittagessen eingeladen. Am Nachmittag schauten wir uns in Breslau ein bisschen genauer um und bestaunten erneut eine wunderbare Altstadt in Polen.
Um unsere Heimreise ein bisschen abwechslungsreicher zu gestalten, entschieden wir uns dazu, die letzte Nacht in Prag zu verbringen. Am Freitagvormittag – auf dem Weg von Breslau in die tschechische Metropole – machten wir dann einen kleinen Umweg in Richtung Deutschland, wo wir aus der Ferne den etwa 50 km2 großen Braunkohletagebau Turów des polnischen Unternehmens PGE (Polska Grupa Energetyczna) betrachteten. In Prag angekommen, machten wir einen kleinen Rundgang durch die Stadt und genossen wir den sonnigen Nachmittag bei dem einen oder anderen Kaltgetränk. Zum Abschluss unserer Exkursion machten am Abend noch das Prager Nachtleben unsicher, am Samstag ging es dann leicht erschöpft von den Strapazen dieser äußerst erlebnisreichen Exkursion zurück nach Leoben.
In diesem Zuge dieses Berichts möchten wir uns nochmal bei allen Vertreter*Innen der AGH, der KWK Sośnica, der DSI Underground, der Mineral Polska sowie insbesondere bei Greg bedanken, die unsere Exkursion zu einem einmaligen Erlebnis gemacht haben.
Exkursion Brüssel 2022
Am 06.02.2022 ging es für eine Abordnung von Studierenden im Zuge des Vorlesungsfaches Mineralwirtschaft gemeinsam mit dem BVÖ unter der Leitung von Herrn Dr. Thomas Drnek nach Brüssel. Das Hauptaugenmerk lag am Kennenlernen der EU Institutionen und den Vertretungen der Rohstoffbranche in der Europäischen Union.
Um 0630 Uhr verließen die Studenten den Bahnhof Leoben, ehe sie pünktlich um 19:35 Uhr den Bahnhof in Brüssel erreichten. Am ersten Abend wurde der wunderschöne Grand Place besucht.
Der zweite Tag in Brüssel führte uns zur Cerame-Unie. Die Cerame-Unie ist die Vertretung der Keramikindustrie auf europäischer Ebene. Dieses erste Meeting gab uns bereits Einblicke in die wichtige Arbeit der Lobbyisten für die Industrie in Brüssel. Nach dem Mittagessen, das wir dankenswerter Weise bei der Cerame-Unie bekamen führte uns der nächste Programmpunkt zu einer Diskussionsrunde mit der European Carbon and Graphite Association. Die ECGA ist die Schnittstelle zwischen der europäischen Carbon- und Graphitindustrie und den europäischen Behörden sowie internationalen oder zwischenstaatlichen Gremien.
Ein Highlight der Exkursion war der Besuch der Europäischen Kommission. Wir hatten die große Ehre von einem Kommissar der Europäischen Union, Herrn Thierry Breton empfangen zu werden. Herr Breton ist Kommissar für den Binnenmarkt in Europa und einer der meist beschäftigten Kommissare der EU. Nach einer Vorstellung seiner Person und seines Aufgabenbereiches, durften 3 Studierende unsere Universität und Visionen für die Zukunft präsentieren.
Am Dienstag, unserem dritten Tag in Brüssel, hatten wir wieder einem Termin bei der Europäischen Kommission, genauer gesagt bei der Directorate-General for Internal Market, Industry, Entrepreneurship and SMEs. Hier wurden uns die Programme der EU bezüglich der Rohstoffindustrie in der Zukunft nähergebracht. Der Klimawandel und kritische Rohstoffe sind Haupthemen dieser Institution im Bereich der Rohstoffe. Am Nachmittag hatten wir Termine bei der ständigen Vertretung Österreichs bei der Europäischen Union. Die Aufgabenfelder der ständigen Vertretung wurden uns nähergebracht und auch die Wirtschaftskammer gab Einblicke über deren Aufgaben in Brüssel. Abschließend besuchten wir das Haus der europäischen Geschichte.
Der erste Termin am vierten Tag unserer Exkursion führte uns zu Euromines, wo wir von Direktor Rolf Kuby empfangen wurden. Euromines ist die Interessensvertretung der Bergbausparte auf europäischer Ebene. Während eines interessanten Vortrages wurden uns die Aufgaben der Zukunft für den Bergbau aufgezeigt. Natürlich durfte ein Besuch des weltbekannten Atomiums in Brüssel nicht fehlen. Das war auch der Abschluss des Programms am Mittwoch.
Am Donnerstag besuchten wir nochmals die ständige Vertretung Österreichs bei der Europäischen Kommission, wo wir ein Treffen mit dem Generalsekretariats des Rates der EU - dem Österreichischer Herrn Berthold Berger - hatten. Herr Berger ist Direktor für Umwelt, Klimawandel, Bildung, Jugend, Kultur, audiovisuelle Medien und Sport im Generalsekretariat des Rates der EU. Auch er gab uns interessante Einblicke in sein Aufgabenfeld. Der Nachmittag stand den Studierenden zur freien Verfügung. Was aber alle gleichtaten war der Einkauf der exzellenten belgischen Schokolade. Die Reise wurde mit einem gemütlichen Abschlussabend in einem italienischen Restaurant beschlossen.
Am Freitagmorgen, trat die Gruppe wieder die 13 stündige Heimreise an. Ein großer Dank gilt Herrn Dr. Drnek für das organisieren der Reise, dem BVÖ für die finanzielle Unterstützung der Studierenden, sowie der RHI Magnesita und Herrn Vizerektor Dr. Dr. Moser für die Einladung auf die Abendessen.
Großexkursion Skandinavien 2019
Die Großexkursion der Studentensektion des Bergmännischen Verband Österreichs führte im Mai 11 Studierende nach Skandinavien. Im Zuge der Exkursion wurden der Großtagebau Aitik (Boliden), die Bergwerke Kittilä (Agnico Eagle) und Kiruna (LKAB) sowie die Testbergbau Sickla (Epiroc) befahren. Weitere Information zu den Betrieben und der Exkursion befindet sich im untenstehenden Exkursionsbericht. Des Weiteren bieten die angehängten Fotos Eindrücke der Betriebe und der Weite Nordskandinaviens.
Eindrücke